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Wie kam die Schule zu ihrem Namen ? In allen Schulen sollten 1910 zum 100. Todestag der Königin Luise Gedenkfeiern abgehalten werden. Es ist anzunehmen, dass die neu errichtete Volksschule an der Wilhelmstraße aus diesem Grund den Namen der Königin erhielt. Unsere Geschichte beginnt nach dem zweiten Weltkrieg. Nach Beendigung des zweiten Weltkrieges wurden gegen Ende 1945 die Schüler wieder gesammelt. Sie erhielten mit den katholischen Schülern zusammen den Unterricht im Gebäude der Viktoriaschule. Als das Josefkrankenhaus 1949 in seinem alten Gebäude wieder untergebracht war, konnten die Schüler der Königin-Luisen-Schule in ihr altes Schulhaus zurück. Wegen noch nicht beendeter Renovierungsarbeiten erfolgte die Rückkehr gruppenweise und war im Mai 1949 beendet.
Es war nicht immer leicht, in Kriegs-und Nachkriegsjahren wirkungsvoll zu arbeiten. Mit 766 Schülern und 15 Lehrkräften nahm die Schule ihre Arbeit wieder auf und blickte wieder hoffnungsvoll in die Zukunft, zumal jetzt endlich wieder alle Schüler unter einem Dach vereint waren.
Der 1949 neu angelegten Chronik ist zu entnehmen, dass im August/September 1956 wieder eine gründliche Renovierung vorgenommen wurde, wobei auch die Schulküche erstmals gekachelt und neu eingerichtet wurde. 18 Klassen erhielten im Zuge der Modernisierung eine Schulfunkanlage. Während der Arbeiten fand der Unterricht nachmittags in der benachbarten Josefschule statt. In der Folgezeit waren dagegen 6 Berufsschulklassen zu Gast der Königin-Luisen-Schule und von 1957-1958 belegten 6 Klassen der Realschule das dritte Stockwerk. Der vordere Schulhof wurde dann in den Sommerferien 1959 erneuert und zugleich gärtnerisch gestaltet.
1951 wurde von Schülern und Schülerinnen mit Chören, Orchesterstücken und Einzeldarbietungen ein Tag der Hausmusik gestaltet, der ebenfalls zahlreiche Eltern ins Schulhaus brachte.
Eine gemeinsame Rheinfahrt der Wanne-Eickeler Schulen, an der auch die Königin-Luisen-Schule teilnahm, fand am 15.06.1951 statt. Mit einem Sonderzug ging die Fahrt bis Köln, dann mit dem Schiff bis Sinzig. Auf der Rückfahrt legte das Rheinschiff in Königswinter an, und der Drachenfels wurde erwandert.
Im März 1954 gab es gleich zwei festliche Tage: am 11. März einen Elternabend im Treppenhaus, zu dem die Stadtgärtnerei und eine besondere Lichtanlage den festlichen Rahmen lieferten, und am 24. März den Tag des Baumes, an dem um 11 Uhr an der Nordseite des Schulhofes ein Ahorn gepflanzt wurde.
Das erste große Fest nach umfangreichen Vorbereitungen und Planungen war das 50 jährige Bestehen der Königin-Luisen-Schule, das am 29. und 30. März 1960 gefeiert wurde. Den Auftakt bildeten um 20 Uhr im Scheinwerferlicht gymnastische Übungen und Volkstänze auf dem Schulhof. Am folgenden Tag war um 11 Uhr die Entlassung der Schulabgänger und abends im Stadtgartensaal die offizielle Festveranstaltung. Eine große Zahl früherer Schüler und Lehrer folgte der Einladung. Auch der damalige hessische Kultusminister Schütte gratulierte seiner ehemaligen Schule zum Jubiläum.
Ein neuer Abschnitt in der Schulgeschichte beginnt mit dem 01. August 1968, als aus der evangelischen Königin-Luisen-Volksschule die Gemeinschaftshauptschule Königin-Luisen wurde. Die Schulbezirke wurden neu festgelegt, und die Königin-Luisen-Hauptschule begann dreizügig mit Kindern aus den ehemaligen Schulbezirken der Königin Luisen-Schule, Viktoria-Schule, Josef-Schule und Kirch-Schule.
Die Zeit steht nicht still, und mit ihr wandeln sich Lehrer und Schüler, Lehrinhalte und die Formen des Unterrichtes. Dem für die Hauptschule neuen Fach Englisch entsprechend erhielt die Königin-Luisen-Schule 1969 ein Sprachlabor und war damit eine der ersten Schulen, die eine solche Einrichtung für modernen Unterricht erhielt.
Auch mit der Hinführung der Schüler an die Berufs- und Arbeitswelt geht die Königin-Luisen-Hauptschule seit 1969 neue Wege: Vom 21.04 bis 03.05.1969 machten die Klassen 9a und 9b mit 69 Schülern erstmals ein Betriebspraktikum, um sich dort ‚vorort‘ umzusehen und damit die Berufswahl zu erleichtern. Seit dieser Zeit gehen unsere 9. Klassen und die 10. Klassen wie alle Hauptschüler jedes Jahr zu einem Praktikum in verschiedene Betriebe und Einrichtungen der Stadt. In der Schule selbst werden für die Entlassschüler jährlich Berufsberatungen von den Mitarbeitern des Arbeitsamtes durchgeführt.
Ebenfalls stiegen die Anforderungen an den Hausmeister und sein Personal. Viel Arbeit, Erfolg und Aufwärtsentwicklung kennzeichnen die folgenden Jahre. Im Zuge der Veränderung des Unterrichtes erhielt die Schule im März 1970 eine neue Medienausstattung.
Bedingt durch den Zuzug ausländischer Bürger ergaben sich innere wie äußere Veränderungen des Schulalltags wie zum Beispiel muttersprachlicher Ergänzungsuntericht und verstärkter Förderunterricht, was somit auch zum zusätzlichen Bedarf deutscher und türkischer Lehrer führte.
Im Juni 1977 wurde erstmals ein ökumenischer Gottesdienst für Entlassschüler gehalten, der seitdem regelmäßig im Wechsel in der Auferstehungskirche und in der St. Michaelskirche stattfindet. Nach Abstimmung zwischen Lehrern, Eltern und Schülern wurde dann im Februar 1976 die 5-Tage Woche eingeführt.
Als 1980 in unmittelbarer Nähe die Gesamtschule ihre Pforten öffnete, verzeichnete die Königin-Luisen-Hauptschule nur einen geringen Schülerverlust, wahrscheinlich wegen ihres vielseitigen Bildungsangebotes und der über Generationen gewachsenen angenehmen Schulatmosphäre.
Im Jahre 1982 wurden für die Schule 4 Mofas und dazugehörige Helme von der Verkehrswacht angeschafft.
Nach vielen Baubesprechungen im Oktober und November 1984 war es dann endlich so weit : die längst fällige Überholung und Restaurierung der Königin-Luisen-Schule war genehmigt. Mit löblichem Engagement vieler Kolleginnen und Kollegen um Organisations-, Einrichtungs-, Ausstattungs- und Installationsfragen konnte ein Konzept zur bautechnischen Realisierung vorgelegt werden.
Und heute
sind wir eine Schule der Sekundarstufe I in der Nähe und in dem Wohnumfeld der Schüler. Von außen ein altehrwürdiges Gebäude, das unter Denkmalschutz steht, innen High-Tech vom Feinsten. Angefangen vom Keller mit augestatteten Werkräumen für Holzarbeiten sowie einer Töpferwerkstatt und einer Mofagarage, einer zweckmäßig eingerichteten Lehrküche mit Haushaltsgeräten und einem Musikraum, in dem die Schüler auch praktischen Musikunterricht erhalten. Das erste Obergeschoss mit einem Informatikraum. Die Naturwissenschaften Räume für Biologie, Physik und Chemie befinden sich im zweiten Obergeschoss.
Ihr seht, unsere Schule bewegt sich
und am Schluss ein Gedicht
Königin-Luisen-Schule
Stolz steht dein Name nach dem du benannt,
am Eingangsbogen groß an der Wand.
75 Jahren sind schon dahin,
aß viele Kinder gingen zu dieser Schule hin.
Welch eine Freude, welch eine Wonne,
am 13. März schien für manchen heut’die Sonne.
Viele betraten die Schule in der wir gewesen,
hier lernten wir Schreiben, Rechnen und Lesen
Wir betraten erst Schulhof dann die Klasse,
dass wir dies noch erleben, ist gar nicht zu fassen.
Die Lehrer sehr freundlich, die Schulkinder fröhlich,
die Ältren als Gäste waren ganz seilig.
Hier waren die Klassen, wo wir mal gesessen.
heut‘ wird hier gefeiert, getrunken und Kuchen gegessen.
Die Freude war groß, ein jeder tat fragen:
Bist du nicht der Müller, der Schulz aus früheren Tagen?
Die Schule ist groß, wir waren mal klein,
dass wir uns heut‘ Wiedersehen, dass war ja sehr fein.
Eins möchte’ich noch sagen und will es bekunden,
wenn es nur zwei war’n, es war’n, schöne Stunden.
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